Speisen wie die Ritter im Mittelalter

April 23, 2010 um 9:01 am | Veröffentlicht in Uncategorized | Hinterlasse einen Kommentar

Der Zeitraum des Mittelalters beginnt etwa ab dem 5. Jahrhundert und reicht bis hin zum Ende des 15. Jahrhunderts. Während dieser Zeit fand eine wesentliche Veränderung des Essverhaltens statt, auf Grund der technischen Verbesserungen und des Klimawandels in der Übergangsphase vom Früh- zum Hochmittelalter.

Bereits schon im Mittelalter konnten die Ritter große Feste veranstalten, auf welchen manchmal bis zu 40 verschiedene Speisen aufgetischt wurden, die von den eigenen Köchen zubereitet wurden. Unter anderem gab es Rindfleisch auf „Wildbretart“ oder „Fleisch Stör“  aus Kalbfleisch, Hauptsache deftig und viel. Während des Mahles wird auf jedoch gute Tischsitten und -manieren, so wie man sie heutzutage kennt, komplett verzichtet. Denn Gabel, Messer und Löffel gab es zur dieser Zeit noch nicht bzw. wurde lieber mit den Fingern gegessen. Jedoch wurde nur mit der rechten Hand, der so genannten „richtigen Hand“ das Essen aufgenommen, da die linke Hand zum Abputzen eines bestimmten Körperteils gedacht war. Zum Trinken gab es auf solchen Festen meist „Met“, ein Getränk aus Wasser, Zitrone und viel Honig.

Um die vielen Nahrungsmittel frisch zu halten bzw. damit diese nicht verderben, schließlich gab es während dieser Zeit noch keine Kühlschränke, wurden diese mit Salz und Gewürzen konserviert, entweder getrocknet, geräuchert, in Salz eingelegt, mit Früchten in Holzfässern oder in Schmalz eingelegt. Auf Grund der Kälte in den Wintermonaten wurden einige Nahrungsmittel in Fässern oder Bottichen eingepökelt.

Leider gab es zu dieser Zeit auch viele Hungersnöte. Die meisten Bauern waren arm und nahmen lediglich Brot und Hirsebrei als Nahrung zu sich. Wenn die Vorräte im Frühjahr langsam zu Ende gingen, war es durchaus möglich, dass nichts mehr da war und man einige Zeit hungern musste. Im Mittelalter wird die Nahrungsaufnahme vom Geld abhängig. Besaß man nämlich Gewürze, war man reich. Umso mehr Gewürze, umso reicher war man auch und konnte sich gut ernähren. Einige würzten sich das Essen auch so sehr, dass es ungenießbar bar, nur um zu zeigen, wie reich man war.

Die einfachen Bauern besaßen lediglich einen offenen Herd am Boden oder in einer kleinen Vertiefung, der sich in der Mitte befand. In der Regel gab es meist Eintöpfe, aber nichts Gebratenes. Das Feuer unter dem Kessel durfte nie ausgehen, um die Brühe immer wieder neu mit Gemüse und Kräutern aufzukochen. Wenn es mal Fleisch zu Essen gab, wurde diese auf einen heißen Stein geschmort oder am Spieß geröstet.

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